Dr. Gotthard Erler (1933-2026) und das Hugenottenmuseum
Zum Tode des Fontane-Forschers
Der Fontane-Forscher Gotthard Erler kam gerne an den historischen Ort der Berliner Hugenottengemeinde am Gendarmenmarkt, in der „sein“ Theodor einst Mitglied gewesen war. Hier hatte Erler bereits vor einigen Jahren im gut besuchten Kirchsaal eine seiner Publikationen vorstellen können. Es hatte ihm gefallen.
Im Januar 2025 kehrte er zurück, um anlässlich der neu eröffneten Sonderausstellung zu Emilie Fontane im Hugenottenmuseum sein neuestes Buch Emilie Fontane. Dichterfrauen sind immer so. (Aufbau Verlag) zu präsentieren. Gemeinsam mit der Kulturjournalistin Petra Gute (rbb) las er aus den ehelichen Briefen der Fontanes. Dabei bekannte der 92-jährige, wie spät er selbst Emilie überhaupt wahr- und ernstgenommen habe.
Umso begeisterter unterstützte er die Ausstellung, die Emilies Anteil an der Schriftstellerkarriere Theodors sichtbar machte. Während der Langen Nacht der Museen 2025 zum Thema LIEBE ließ Erler die Fontane-Ehe in gleich drei unterhaltsamen Vorträgen lebendig werden.
Im Dezember wollte er mit einem neuen Vortrag wiederkehren. Seine Gesundheit ließ dies leider nicht mehr zu.
Erler ist im Juni 2026 im Alter von 93 Jahren verstorben. Mit ihm verlieren wir einen kenntnisreichen und charmanten Unterstützer unseres Museums. Seine Neugier und Begeisterung werden uns in Erinnerung bleiben. Auch ihm ist es zu verdanken, dass die Ausstellung ein großer Erfolg wurde.
Wir werden Gotthard Erler in dankbarer Erinnerung behalten.