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Die Berliner Hugenotten im Kampf gegen die Armut

Jeudi, 15. mars 2018
 
Das Hugenottenmuseum Berlin läd ein zum Vortrag von Dr. Gerhard Wenzel

Die Berliner Hugenotten im Kampf gegen die Armut (1672 bis 1772)

Die Hugenotten (französische Protestanten) haben sich als Minderheit in Frankreich und als Flüchtlinge in Berlin durch ein bewährtes Selbsthilfesystem in besonderer Weise der Armen und Kranken angenommen. Die besonderen Akzente der nach der Etablierungsphase in Berlin weiterentwickelten präventiven Armenfürsorge werden auch ersichtlich am Widerstand gegen den vermehrten Zugriff von Staat und Manufakturunternehmer auf die betreffenden Kinder und Heranwachsenden. Das Thema der schon vor langer Zeit begonnenen Forschungsarbeit hat durch jüngste Entwicklungen, sowohl, was Armut als auch was die Flüchtlingszuströme betrifft, eine besondere Aktualität gewonnen. Neben der Konzentration auf Berlin werden auch kurz die Ursprünge in Frankreich beleuchtet. Wir erleben damit ein Stück lebendiger Alltagsgeschichte und das Besondere reformierter Identität und Spiritualität wird greifbar.

Pfarrer Dr. Gerhard Wenzel, geb. 1962 in Moers, hat Ev. Theologie in Bochum, Wuppertal und Montpellier (Frankreich) studiert. Nach dem Vikariat in einer großen diakonischen Einrichtung (Stiftung Tannenhof in Remscheid-Lüttringhausen) und dem Promotionsstudium in Bochum war er Pfarrer in der Ev. Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide und an der Melanchthon-Akademie in Köln (u. a.: Medienethik, -philosophie u. -pädagogik, Hörfunkarbeit) und ist seit 2002 Pfarrer in der Ev. Kirchengemeinde Köln-Rath-Ostheim. Er ist außerdem Synodalbeauftragter für Hörfunk und Mitglied des Fachausschusses der Melanchthon-Akademie Köln.

Der Schwerpunkt seiner Forschungen und Veröffentlichungen liegt im Bereich der Diakonie (Armen- und Krankenfürsorge) der Hugenotten und zu einzelnen Themen der Kirchengeschichte der Neuzeit sowie der Kirchlichen Zeitgeschichte.

Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.