Das Archiv

Das Archiv der Französischen Kirche zu Berlin

Das Archiv der Französischen Kirche zu Berlin

Das Archiv der Französischen Kirche zu Berlin beherbergt das Gedächtnis vieler ehemaliger und noch heute bestehender reformierter Kirchengemeinden. Es wurde seit Mitte der 1990er Jahre als das Zentralarchiv des reformierten Kirchenkreises der EKBO ausgebaut und steht der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung.

Das Archiv befand sich immer in unmittelbarer Nähe der Verwaltung der Französischen Kirche zu Berlin. Bis 1874 war der Hauptverwaltungssitz mit Französischem Gymnasium und theologischen Seminar in der Niederlagstraße 1-2. 1872 war das Grundstück an den Kronprinzen, den späteren Kaiser Friedrich III. (den 99 Tage Kaiser) zur Errichtung seines Palais übergeben worden. Der Archivstandort wechselte dann mehrfach, bis er 1929 in die ausgebauten Räume im Französischen Doms (Turm) verlegt wurde.

Am 24. Juni 1944 wurde der Französische Dom durch Brandbomben schwer beschädigt. Ein Teil des Archivs wurde vernichtet, da zuvor keine Auslagerung erfolgte. Dennoch sind wichtige Bestände wie die Protokollbücher der Kirche, die Kirchenbücher und die Akten der meisten sozialen Einrichtungen erhalten geblieben. Dieser vorhandene Altaktenbestand korrespondiert mit den Akten zur Hugenottengeschichte in Brandenburg-Preußen (Justizsachen, Berufungen der Geistlichen, Ärzte, Kantoren und Lehrer sowie alle Aktenbestände, die sich mit der Ansiedlung der Hugenotten befassen), die sich ursprünglich ebenfalls im alten Consistorialgebäude befanden und seit 1846 im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz verwahrt werden.

Seit den 1980er Jahren wurden Altaktenbestände und Kirchenbücher der französisch-reformierten Kirchengemeinden Battin, Bergholz, Gramzow, Potsdam und Strasburg / Uckermark in das Archiv aufgenommen. In den 1990er Jahren wurden die erhaltenen Archivbestände der französisch-reformierten Gemeinde Groß Ziethen, Schwedt und Angermünde sowie der Bestände der reformierten Gemeinden Brandenburg, Berlin-Bethlehem, Berlin-Köpenick, Hohenbruch und Prenzlau in das Archiv übernommen. Die Kirchenbücher der Gemeinden sind 1994 verfilmt worden und können im Landeskirchenarchiv der EKBO eingesehen werden. Die Originale sind geschlossen.

 

Mit der Angabe von genauen Daten (Name, Vorname, Daten jeder Art, Orte usw.) können Sie einen Antrag zur Ahnenforschung beim Hugenottenmuseum stellen.
Bitte benutzen Sie hierzu das >> Formular zum Ausdrucken und senden dieses an die angegebene Adresse zurück.